„Zeit statt Zeug“ – Familienwanderung mit Herz und Sinn
Einen ganz besonderen Mutter- und Vatertag verbrachten wir mit 32 Familien auf Schatzsuche.
Die Idee entstand im Rahmen unserer spielzeugfreien Zeit. Dort hatten unsere Kinder und Eltern bereits erlebt, wie befreiend es sein kann, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Aus dieser Erfahrung wuchs die Idee, auch den Mutter- und Vatertag bewusst anders zu gestalten.
Insgesamt rund 80 große und kleine Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich gemeinsam auf den Weg – zu sich selbst, zur Natur und zueinander.
Startpunkt war die Pfarrkirche in Bamenohl. Dort versammelten wir uns mit allen Familien zum gemeinsamen Auftakt, der ganz im Zeichen der Schatzsuche stand. Doch hier ging es nicht um Gold und Edelsteine, sondern um die wirklich wertvollen Dinge im Leben: Achtsamkeit, Verbindung und Gemeinschaft. Eine Schatzsucher-Geschichte bildete den Einstieg und lud alle Kinder und Erwachsenen ein, mit offenen Augen und offenem Herzen in den Tag zu starten.
Gemeinsam unterwegs – mit Impulsen, Liedern und Waldzauber
Der Waldweg, den wir gemeinsam zurücklegten, war gesäumt von drei gestalteten Stationen. An jeder Station wartete ein kleiner Impuls – zum Nachdenken, Staunen und Mitmachen.
Die erste Station an der Schutzmantelmadonna lud dazu ein, den Blick auf die Familie zu richten. Mit dem Lied „Dich schickt der Himmel, Du bist ein Geschenk, mein Herz sagt Danke, wenn ich an Dich denk!“ wurde die Gemeinschaft der Familien spürbar.
Die zweite Station führte tiefer in die Naturerfahrung hinein: Gemeinsam wurde Inne gehalten und Naturmaterialien gesammelt – Blätter, Zapfen, Moos, kleine Äste wurden zu einem bunten Waldmandala gelegt. Bei besinnlicher Musik entstand ein Kunstwerk, dass uns die Schönheit der Natur verdeutlichte. Jeder trug etwas bei, und aus vielen kleinen Teilen wurde ein großes Ganzes.
Zum Abschluss versammelten wir uns alle an der SGV-Hütte Bamenohl zu einem großen Abschlusskreis. Hier gab es einen besonderen Schatz zu entdecken. Jeder durfte einen Blick in eine Schatzkiste werfen – und entdeckte darin durch einen kleinen Spiegel, den wahren Schatz des Tages: sich selbst. Denn jede Person, ob groß oder klein ist etwas Besonderes und hatte mit ihrer Präsenz, ihrem Lächeln, ihrer Offenheit diesen Tag bereichert.
Anschließend wurde gemeinsam gegessen. Jeder hatte etwas mitgebracht und so entstand ein reichhaltiges Buffet – von herzhaften Snacks über frisches Obst bis hin zu süßen Leckereien. Wie schön es sein kann, einfach beisammen zu sein, ohne großen Aufwand, ohne Geschenke. Manchmal reicht es, einfach da zu sein – und gemeinsam etwas zu erleben.
Fazit: Ein Tag, der bleibt.
Die Familienwanderung war mehr als ein netter Ausflug. Sie war ein Beispiel für bewusste Zeit, für gemeinsame Erlebnisse und für die Erkenntnis, dass der größte Schatz oft direkt vor unseren Augen liegt – in den Menschen, die uns begleiten.
Vielleicht ist das ja der Anfang einer neuen Tradition: „Zeit statt Zeug“ – als Geschenk, das bleibt.